Wurzelspitzenresektion 2017-06-06T13:04:12+00:00

Wurzelspitzenresektion

Grundlage für eine erfolgreiche Wurzelbehandlung ist die äußerst sorgfältige Reinigung des Wurzelkanalsystems. Gelingt dies jedoch nicht vollständig, bleiben Bakterien zurück, die Probleme verursachen können. Bildet sich z.B. ein Entzündungsherd um eine Wurzelspitze, kann ein unterstützender chirurgischer Eingriff, eine sogenannte Wurzelspitzenresektion (WSR), notwendig sein.

Bei diesem Eingriff wird nach der Anästhesie zunächst der Knochen im Bereich der Entzündung eröffnet und das entzündete Gewebe um die Wurzel gründlich entfernt. Anschließend wird die Wurzelspitze ca. 3mm eingekürzt und der nun freiliegende Wurzelkanal unter dem OP-Mikroskop inspiziert und mittels spezieller mikrochirurgischer Ultraschallinstrumente sorgfältig gereinigt. Der Wurzelkanal wird nun mit einem besonders körperverträglichen, dichten Material erneut gefüllt und versiegelt. Die Wunden werden mit feinsten Nähten versorgt, die die Bildung von störenden Narbenzügen verhindern.

 Das intensive Reinigen und erneute Füllen der Wurzelkanäle unter dem Mikroskop stellt den entscheidenden Schritt für die Heilung des Entzündungsgeschehens dar.

Früher beinhaltete eine WSR nur das Abschneiden der Wurzelspitze ohne zusätzliches Reinigen der Kanäle, welches selten endgültig zum Erfolg führte.

Im Vergleich dazu zeigt die moderne, mikrochirurgische Methode eine langfristige Erfolgsrate von über 90%.

Nach erfolgreicher Behandlung braucht es ca. 6 Monate bis der Knochendefekt ausheilt. Der Heilungsverlauf sollte regelmäßig mit Röntgenaufnahmen kontrolliert werden.